An einem dramatischen Champions-League-Abend im Pariser Parc des Princes stellte sich Harry Kane, Kapitän des FC Bayern MĂĽnchen, nach dem umstrittenen Platzverweis seines Teamkollegen Luis DĂaz schĂĽtzend vor den kolumbianischen FlĂĽgelspieler. Die MĂĽnchner feierten dennoch einen hart erkämpften 2:1-Sieg gegen Paris Saint-Germain.
Die hitzige Partie nahm in der 68. Minute eine Wendung, als DĂaz nach einer Auseinandersetzung mit PSG-Verteidiger Achraf Hakimi vom Platz gestellt wurde. Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz zeigte nach RĂĽcksprache mit dem VAR die Rote Karte, da DĂaz angeblich den Arm gehoben habe. Die Entscheidung sorgte sowohl bei den Bayern-Spielern als auch bei den Fans fĂĽr Empörung – viele sahen darin eine ĂĽbertriebene Reaktion.
Nach dem Abpfiff nutzte Kane, der in der 82. Minute per Elfmeter den Siegtreffer erzielt hatte, die Gelegenheit, um seinen Mitspieler öffentlich zu verteidigen. „Luis ist ein leidenschaftlicher Spieler“, sagte Kane gegenüber Reportern. „Er gibt alles für das Trikot, und ich denke, das, was heute passiert ist, wurde völlig übertrieben dargestellt. Als Kapitän ist es meine Aufgabe, zu meinen Mitspielern zu stehen – und ich kann mit voller Überzeugung sagen, dass er diese Rote Karte nicht verdient hat.“
Kanes Aussagen kamen, während ihn in den sozialen Medien zahlreiche PSG-Fans kritisierten und ihm vorwarfen, den Schiedsrichter beeinflusst zu haben. Doch der englische Nationalspieler zeigte sich unbeeindruckt und betonte den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft: „Im Fußball kochen die Emotionen manchmal hoch. Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen. Luis weiß, dass das ganze Team hinter ihm steht.“
Auch Bayern-Trainer Thomas Tuchel lobte DĂaz und nannte dessen Auftritt „überragend“ bis zum Platzverweis. „Er hat PSG groĂźe Probleme bereitet“, erklärte Tuchel. „Schade, dass das Spiel fĂĽr ihn so endete – aber Harrys FĂĽhrungsqualitäten waren heute entscheidend.“
Deutschen Medienberichten zufolge plant der FC Bayern, bei der UEFA Einspruch gegen die Rote Karte einzulegen, um DĂaz im RĂĽckspiel in MĂĽnchen einsetzen zu können. Die Mannschaft kehrte am frĂĽhen Mittwochmorgen nach Deutschland zurĂĽck und wurde am Flughafen begeistert empfangen.
Mit dem Sieg verschafft sich Bayern eine wichtige Ausgangsposition – und die Verbindung zwischen Kane und DĂaz, im Moment der Krise gewachsen, scheint stärker denn je. Auf einem Fanbanner in der Allianz Arena stand: „Ein Team, ein Herz – fĂĽr Luis!“