München/Paris – In einer Nacht, die bereits jetzt als eine der eindrucksvollsten in die jüngere Geschichte des europäischen Fußballs eingeht, hat Jamal Musiala den FC Bayern München zu einem überzeugenden 4:1-Erfolg über Paris Saint-Germain geführt. Der 23-Jährige lieferte im ausverkauften Parc des Princes eine Vorstellung ab, die Beobachter nur als „Masterclass“ bezeichnen konnten.
Schon in der Anfangsphase deutete sich an, dass Musiala einen besonderen Abend erwischt hatte. Mit außergewöhnlicher Leichtigkeit bewegte er sich zwischen den Linien, ließ mehrere Gegenspieler ins Leere laufen und bereitete in der 12. Minute das frühe 1:0 vor. Ein präziser Steckpass durch die Pariser Defensive fand den startenden Stürmer, der eiskalt vollendete.
Doch damit nicht genug: In der 34. Minute krönte Musiala seine Leistung mit einem sehenswerten Solo. Vom Mittelkreis aus startend, dribbelte er an drei Verteidigern vorbei und schloss mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck ab. Das Stadion verstummte – selbst die heimischen Fans konnten nicht anders, als die technische Brillanz anzuerkennen.
PSG versuchte nach der Pause zu reagieren und kam kurzzeitig durch einen Distanzschuss zum 1:2-Anschluss. Doch Bayern behielt die Kontrolle. Musiala zog weiterhin die Fäden im Mittelfeld, verteilte klug die Bälle und setzte immer wieder gefährliche Akzente. In der 68. Minute bereitete er das dritte Tor vor, ehe er zehn Minuten später mit einem Assist zum 4:1 endgültig den Deckel draufsetzte.
Trainer und Mitspieler zeigten sich nach dem Spiel beeindruckt. „Das war Weltklasse auf höchstem Niveau“, sagte Bayerns Coach. Auch international hagelte es Lob: Experten sprachen von einem Auftritt, der Musiala endgültig in die Kategorie der absoluten Topspieler hebt.
Für die Kritiker, die ihm zuletzt fehlende Konstanz vorgeworfen hatten, war diese Partie eine deutliche Antwort. Musiala selbst blieb nach Abpfiff bescheiden: „Ich wollte einfach der Mannschaft helfen.“
Eines ist jedoch sicher: Diese Nacht wird man so schnell nicht vergessen.
