Paris – Es war eine Nacht voller Dramatik, Emotionen und heftiger Diskussionen. Der FC Bayern München ist nach einer hochumstrittenen 1:2-Niederlage gegen Paris Saint-Germain aus der Champions League ausgeschieden – und vor allem ein Mann konnte seine Wut nach dem Abpfiff nicht zurückhalten: Harry Kane.
Der englische Torjäger stand nach dem Spiel fassungslos vor den Kameras und erhob schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter Alejandro Martinez. „Ich habe in meiner Karriere viele schwierige Entscheidungen erlebt, aber das heute war kaum zu glauben“, erklärte Kane mit ernster Miene. Besonders die strittige Szene in der 84. Minute sorgt für reichlich Gesprächsstoff.
Beim Stand von 1:1 war Kane nach einem Steilpass von Jamal Musiala frei durchgebrochen und wurde im Strafraum von PSG-Verteidiger Marquinhos zu Fall gebracht. Während die Bayern-Spieler sofort Elfmeter forderten, ließ der Unparteiische weiterspielen. Auch der VAR griff überraschend nicht ein.
Nur drei Minuten später schlug PSG eiskalt zu. Kylian Mbappé nutzte einen Konter und traf zum entscheidenden 2:1. Für die Münchner war dies der endgültige K.o.
„Das war der Wendepunkt des Spiels“, sagte Kane. „Wenn das kein Elfmeter war, weiß ich nicht, was überhaupt noch gepfiffen wird. Solche Entscheidungen dürfen auf diesem Niveau nicht passieren.“
Auch Bayern-Trainer Vincent Kompany zeigte sich nach der Partie tief enttäuscht. „Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft. Unsere Spieler haben Charakter gezeigt. Es ist bitter, wenn ein solcher Abend durch eine fragwürdige Entscheidung überschattet wird.“
In den sozialen Medien brach unmittelbar nach dem Spiel ein Sturm der Entrüstung los. Unter dem Hashtag #ParisBetrogen diskutierten Fans und Experten über die Szene. Zahlreiche ehemalige Profis meldeten sich zu Wort. Ex-Bayern-Kapitän Lothar Matthäus sprach von einer „klaren Fehlentscheidung“, während PSG-nahe Kommentatoren die Aktion als „gewöhnlichen Zweikampf“ bezeichneten.
Besonders emotional wurde es in der Bayern-Kabine. Insider berichten von lautstarken Diskussionen und einer angespannten Atmosphäre. Harry Kane soll laut französischen Medienberichten sogar direkt nach dem Abpfiff das Gespräch mit dem Schiedsrichter gesucht und ihn scharf kritisiert haben.
Für Kane ist das Ausscheiden besonders bitter. Der Engländer hatte mit seinem Treffer in der 51. Minute die Hoffnung auf das Halbfinale geweckt und eine starke Leistung gezeigt.
Während PSG nun vom Finale träumt, bleibt beim FC Bayern vor allem eines zurück: Schock, Wut – und die quälende Frage, ob der Traum vom Champions-League-Triumph in Paris durch eine Fehlentscheidung zerstört wurde.
