Nach dem Gewinn der Meisterschaft krönten die Münchnerinnen ihre beeindruckende Spielzeit nun auch mit dem DFB-Pokal und machten damit das Double offiziell perfekt. Im Finale ließ Bayern am 14. Mai 2026 im Kölner RheinEnergieSTADION keine Zweifel aufkommen und demontierte Rekordsieger VfL Wolfsburg mit 4:0.
Für die Frauen des FC Bayern ist es das zweite Double der Vereinsgeschichte nach 2011/12 und das zweite in Folge. Damit bestätigen sie, dass sie nicht nur die beste Mannschaft Deutschlands sind, sondern ihren Vorsprung auf nationaler Ebene weiter ausbauen.
Ein Finale mit Ansage
21 Tage nach dem vierten Meistertitel in Folge in der Google Pixel Frauen-Bundesliga, gingen die Münchnerinnen mit breiter Brust in das Pokalendspiel. Vor 46.064 Zuschauern in Kölnzeigte das Team von Trainer José Barcala von Beginn an, wer Herr im Haus ist.
Die Partie blieb lange offen. Wolfsburg, angeführt von Kapitänin Alexandra Popp, die nach sieben Wochen Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stand, verteidigte diszipliniert und ließ Bayerns Offensivmaschine zunächst nicht ins Rollen kommen. Die Münchnerinnen hatten in der Liga in 25 Spielen 89 Tore erzielt, doch im Finale brauchte es Geduld.
Die Entscheidung fiel kurz vor der Pause. In der 45.+2 Minute verwandelte Georgia Stanway einen Elfmeter sicher zum 1:0. Der Treffer kurz vor dem Halbzeitpfiff brach den Widerstand der Wölfinnen.
Bayern spielt sich in einen Rausch
Nach der Pause spielte nur noch Bayern. In der 59. Minute erhöhte Pernille Harder auf 2:0. Die Dänin nutzte einen Abwehrfehler eiskalt aus und setzte damit den Grundstein für den deutlichen Sieg.
Wolfsburg, das zwischen 2014 und 2024 zehn Mal in Folge den Pokal gewonnen hatte, fand keine Antwort. Stattdessen schlug Bayern noch zweimal zu. Momoko Tanikawa traf in der 77. Minute zum 3:0, bevor Arianna Caruso in der 84. Minute den 4:0-Endstand besorgte.
Es war eine Machtdemonstration gegen den langjährigen Seriensieger. Bayern dominierte in allen Belangen – spielerisch, taktisch und mental.
Ein Meilenstein für den Frauenfußball in München
„Das Double ist das Ergebnis von Überzeugung, Professionalität und enorm viel Leidenschaft“, sagte BFV-Präsident Christoph Kern in Köln. Er lobte die Kultur, die Bianca Rech und José Barcala geschaffen haben: „In der Frauen-Bundesliga und im DFB-Pokal diese Konstanz zu beweisen, ist außergewöhnlich“.
Für Bayern ist es der dritte DFB-Pokal-Titel nach 2011/12 und 2024/25. Wichtiger noch: Es ist der Beweis, dass der eingeschlagene Weg im Frauenfußball nachhaltig ist.
Die Münchnerinnen haben in dieser Saison Maßstäbe gesetzt. Sie dominierten die Liga, verteidigten den Pokal souverän und boten dem wachsenden Publikum im Frauenfußball eine Bühne. Für junge Mädchen sind Spielerinnen wie Harder, Stanway und Tanikawa längst Vorbilder geworden.
Was bleibt?
Mit dem Double beendet Bayern eine Saison, die als historisch in die Annalen eingehen wird. Vier Meistertitel in Folge, zwei Pokalsiege in Folge – die Dominanz ist real. Jetzt richtet sich der Blick auf Europa. Nach dieser Leistung trauen viele den Münchnerinnen auch in der Champions League den nächsten Schritt zu.
