Newcastles Ablöseforderung für Anthony Gordon könnte für Bayern ein echtes Hindernis darstellen. Der 24-jährige Engländer hat sich in den letzten beiden Saisons zu einem der konstantesten Flügelspieler der Premier League entwickelt. Seine Kombination aus Tempo, Pressing und Torbeteiligungen macht ihn für Top-Klubs in Europa attraktiv.
Für Bayern München passt das Profil auf den ersten Blick perfekt. Nach dem Abgang von Leroy Sané und den Unsicherheiten um Kingsley Coman sucht der Verein einen dynamischen, beidfüßigen Außen, der ins Gegenpressing-System von Vincent Kompany passt. Gordon bringt genau diese Intensität mit und hat in Newcastle gezeigt, dass er auch gegen tiefstehende Defensiven Lösungen findet.
Das Problem ist der Preis. Newcastle hat Gordon erst 2023 für rund 45 Mio. Euro von Everton geholt und ihn seitdem als Schlüsselspieler aufgebaut. Berichten zufolge liegt die Forderung nun bei über 80 Mio. Euro. Für Bayern, die gleichzeitig an Gehaltsstruktur und Financial Fair Play denken müssen, ist das ein hoher Betrag – vor allem für einen Spieler ohne Champions-League-Erfahrung.
Hinzu kommt: Newcastle will nicht verkaufen. Nach der Qualifikation für Europa und dem Ziel, sich dauerhaft in der Premier-League-Spitze zu etablieren, wäre ein Abgang Gordons ein sportlicher Rückschritt. Ohne Verkaufsdruck kann Newcastle pokern. Für Bayern bedeutet das: Entweder zahlen sie einen Rekordbetrag für einen Flügelspieler, oder sie müssen sich nach günstigeren Alternativen umsehen.
