Die UEFA hat am Freitag offiziell bestätigt, dass gegen den portugiesischen Schiedsrichter João Pinheiro drastische Maßnahmen ergriffen wurden, nachdem dessen Leistung im Champions-League-Halbfinale zwischen Paris Saint-Germain und Bayern München europaweit heftige Diskussionen ausgelöst hatte. Die Entscheidung folgt auf tagelange Untersuchungen durch die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkommission der UEFA.
Im Mittelpunkt der Kontroverse stand eine umstrittene Szene in der 78. Minute des Rückspiels im Parc des Princes. Bayern-Spieler reklamierten lautstark ein klares Handspiel von PSG-Mittelfeldspieler João Neves im Strafraum, nachdem dieser einen Schuss von Jamal Musiala mit dem Arm abgeblockt haben soll. Trotz VAR-Überprüfung entschied Pinheiro, keinen Elfmeter zu geben. Wenige Minuten später erzielte PSG das entscheidende Tor zum 2:1-Endstand und zog damit ins Finale ein.
Die Reaktionen nach dem Spiel waren enorm. Zahlreiche ehemalige Spieler, Trainer und Schiedsrichterexperten kritisierten die Entscheidung scharf. Bayern-Trainer Vincent Kompany sprach von einem „schweren Schlag für die Glaubwürdigkeit des europäischen Fußballs“, während Vereinspräsident Herbert Hainer eine vollständige Transparenz der UEFA forderte.
Nach Informationen mehrerer europäischer Medien soll die UEFA nun beschlossen haben, João Pinheiro für zwei Jahre von allen internationalen Wettbewerben auszuschließen. Zusätzlich wurde gegen ihn angeblich eine Geldstrafe in Höhe von 1,2 Millionen Euro verhängt — eine der härtesten Sanktionen gegen einen Elite-Schiedsrichter in der Geschichte des europäischen Fußballs.
In einer kurzen Stellungnahme erklärte die UEFA, dass „schwerwiegende Fehler mit erheblichem Einfluss auf den Wettbewerb“ festgestellt worden seien. Weitere Details wollte der Verband jedoch zunächst nicht veröffentlichen. Insider berichten zudem, dass auch mehrere VAR-Offizielle intern überprüft werden.
Die Entscheidung sorgt weiterhin für intensive Debatten in sozialen Netzwerken und Sportsendungen in ganz Europa. Während viele Fans die harte Strafe begrüßen, warnen andere davor, einzelne Schiedsrichter öffentlich zum Hauptschuldigen komplexer Spielsituationen zu machen.
Unterdessen bereitet sich PSG auf das Champions-League-Finale vor, das in wenigen Wochen in London stattfinden wird. Doch trotz des sportlichen Erfolgs bleibt der Schatten der Halbfinal-Kontroverse über dem französischen Klub bestehen. Bayern München hingegen fordert weiterhin Reformen im Umgang mit VAR-Entscheidungen und mehr Transparenz bei der Kommunikation der UEFA.
