Ermedin Demirović und Borussia Dortmund: Gerücht und Realität trennen – Stuttgart-Stürmer weckt großes Interesse
Berichte, wonach Ermedin Demirović vor einem Medizincheck bei Borussia Dortmund stehen soll, entbehren nach aktuellem Stand jeder Grundlage. Bis Ende Juli 2026 gibt es keine glaubwürdigen Quellen, die den 28-jährigen bosnisch-herzegowinischen Nationalspieler mit einem Wechsel zu den Schwarz-Gelben in Verbindung bringen. Stattdessen ist der VfB-Stürmer Gegenstand handfester Transfer-Spekulationen mit anderen Klubs, während Dortmund nach dem Abgang von Karim Adeyemi zu Barcelona andere Personalentscheidungen trifft.
Demirović, geboren am 25. März 1998 in Hamburg, spielt derzeit als Mittelstürmer für den VfB Stuttgart. Er wechselte im Juli 2024 vom FC Augsburg und ist bis Juni 2028 an den Klub gebunden. Mit 1,85 Metern Körpergröße ist der kraftvolle und laufstarke Angreifer in der Bundesliga ein verlässlicher Torschütze. In der Saison 2024/25 leistete er wichtige Beiträge, und 2025/26 erzielte er in 25 Einsätzen 12 Ligatore und drei Vorlagen – trotz einer dreimonatigen Pause wegen einer Fußverletzung. Über alle Wettbewerbe hinweg für Stuttgart kommt er auf starke Zahlen, darunter seinen ersten Bundesliga-Hattrick. Er half dem Klub dabei, die Champions-League-Qualifikation und zwei DFB-Pokal-Finalteilnahmen in Folge zu erreichen.
Aktuelle Transfer-Updates von Sky Deutschland zeichnen ein klares Bild seiner Situation. Juventus, Leeds United und Fenerbahçe haben in diesem Sommer Interesse signalisiert. Stuttgart taxiert ihn auf etwa 15 bis 20 Millionen Euro. Cheftrainer Sebastian Hoeneß steht einem Verkauf offenbar offen gegenüber, während die Vereinsführung ihn lieber behalten und in einer geplanten Drei-Stürmer-Rotation mit Deniz Undav und dem kommenden Talent Dzenan Pejcinovic einsetzen möchte. Demirović selbst soll sich in Stuttgart wohlfühlen und eigentlich bleiben wollen – ein attraktives Angebot könnte die Lage jedoch ändern. Fenerbahçe hat das Interesse später öffentlich dementiert, die Verbindungen zu Juventus und Leeds bleiben jedoch aktiv.
Dortmund hingegen ist anderweitig aktiv. Adeyemi absolvierte Mitte Juli seinen Medizincheck in Barcelona und wechselte fest. Der BVB hat junge Talente wie Joane Gadou und andere verpflichtet, Demirovićs Name taucht in den Transfergesprächen des Klubs nach verfügbaren Berichten jedoch nicht auf. Die Behauptung eines bevorstehenden Medizinchecks des Bosniers im Signal Iduna Park entbehrt jeder Unterstützung durch deutsche oder internationale Medien.
Demirovićs Profil macht ihn für Klubs interessant, die einen erprobten, vielseitigen Stürmer suchen – einen, der Bälle festmachen, hoch pressen und Chancen verwerten kann. Seine internationale Erfahrung, einschließlich der Einsätze bei der WM 2026 mit Bosnien-Herzegowina, erhöht den Reiz zusätzlich. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die realistischsten Szenarien jedoch entweder ein Verbleib in Stuttgart oder ein Wechsel zu einem der bereits interessierten Vereine.
Transferfenster produzieren oft unbestätigte Behauptungen, und die aktuelle Welle um Demirović bildet da keine Ausnahme. Fans von Borussia Dortmund, die auf eine überraschende Offensiv-Verstärkung hoffen, müssen vorerst woanders suchen. Die kommenden Tage und Wochen werden klären, ob Stuttgart an seinem Stürmer festhält oder ihn verkauft. Solange keine konkreten Entwicklungen auftauchen, die ihn ausdrücklich mit dem Ruhrgebiet-Klub in Verbindung bringen, bleibt das Gerücht vom Dortmunder Medizincheck spekulativ.
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