Kimmich vor dem Aus? Klopp sorgt mit Aussage für Aufsehen
Joshua Kimmich steht vor einer neuen Herausforderung. Nach dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 richtet sich der Blick auf die Zukunft des DFB-Teams – und damit auch auf die Rolle des langjährigen Kapitäns. Besonders die Ankunft von Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer sorgt für Spekulationen. Eine Aussage Klopps über Kimmich hat dabei viele Fragen aufgeworfen.
Kimmich ist seit Jahren eine der zentralen Figuren im deutschen Fußball. Beim FC Bayern München hat er sich vom jungen Talent zum Führungsspieler entwickelt und kann sowohl im Mittelfeld als auch auf der rechten Abwehrseite eingesetzt werden. Auch in der Nationalmannschaft trägt er seit längerer Zeit große Verantwortung. Nach dem WM-Aus stellt sich nun allerdings die Frage, ob Klopp für die Zukunft tatsächlich auf dieselbe Hierarchie setzen wird.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Kimmich selbst während der Asienreise des FC Bayern. Auf die Zusammenarbeit mit Klopp angesprochen, erklärte der 31-Jährige, dass er bislang noch keinen Kontakt mit dem neuen Bundestrainer gehabt habe. Gleichzeitig machte Kimmich deutlich, dass er grundsätzlich offen für eine Zusammenarbeit sei und weiterhin große Ziele mit der Nationalmannschaft verfolge.
Damit ist keineswegs bestätigt, dass Kimmich vor dem Aus steht. Im Gegenteil: DFB-Sportdirektor Rudi Völler hatte bereits signalisiert, dass Kimmich weiterhin eine wichtige Rolle spielen dürfte. Auch die Kapitänsfrage scheint nicht automatisch zugunsten eines kompletten Neustarts entschieden zu sein.
Dennoch könnte Klopp einige Dinge verändern. Der neue Bundestrainer hat angekündigt, sich zunächst ein genaues Bild von seinen Spielern machen zu wollen. Besonders interessant ist dabei Kimmichs Position. Klopp könnte überlegen, wie er dessen Stärken am besten in ein neues taktisches Konzept integriert. Gerade weil Kimmich sowohl als Rechtsverteidiger als auch im zentralen Mittelfeld spielen kann, besitzt er Eigenschaften, die für einen Neuaufbau wertvoll sein können.
Die Diskussion zeigt allerdings auch, wie groß der Druck auf Kimmich inzwischen ist. Bei seiner dritten Weltmeisterschaft erlebte er erneut ein frühes Ausscheiden mit Deutschland. Nach dem Turnier sprach er selbst von einer großen Enttäuschung.
Für Klopp geht es nun darum, zwischen Erfahrung und Erneuerung die richtige Balance zu finden. Ein radikaler Schnitt könnte jungen Spielern Chancen eröffnen, gleichzeitig würde der Verzicht auf Führungspersönlichkeiten wie Kimmich ein erhebliches Risiko darstellen.
Deshalb wäre es voreilig, aus Klopps Aussagen einen Abschied Kimmichs aus der Nationalmannschaft abzuleiten. Viel wahrscheinlicher ist zunächst eine Phase der Beobachtung und Neuordnung. Kimmich muss sich – wie alle anderen Spieler auch – unter dem neuen Bundestrainer beweisen.
Klar ist: Die Ära Klopp hat gerade erst begonnen, und Kimmichs Zukunft im DFB-Team ist noch nicht endgültig entschieden. Die kommenden Lehrgänge und Spiele werden zeigen, ob er weiterhin eine Schlüsselrolle einnimmt, seine Position verändert oder tatsächlich seinen Status als Führungsspieler verliert. Eines steht jedoch fest: Die Diskussion um Joshua Kimmich und Jürgen Klopp wird den deutschen Fußball noch lange beschäftigen.
