Millionen-Angebote für Bayer-Stars! Verliert Leverkusen gleich zwei Leistungsträger?
Bei Bayer 04 Leverkusen könnte es in den letzten Tagen des Sommer-Transferfensters noch einmal richtig spannend werden. Während die Werkself ihren Kader für die Saison 2026/27 neu formiert, sorgen mögliche Millionen-Angebote für Leistungsträger für Unruhe. Besonders die Personalien Jarell Quansah und Ernest Poku stehen im Mittelpunkt der aktuellen Transfergerüchte.
Der spektakulärste Fall ist Jarell Quansah. Der englische Innenverteidiger, der erst im vergangenen Sommer von Liverpool nach Leverkusen gewechselt war, hat sich nach kurzer Eingewöhnungszeit zu einer wichtigen Größe in der Defensive entwickelt. Arsenal soll großes Interesse gezeigt und laut Sky ein mündliches Angebot über rund 60 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen abgegeben haben. Bayer soll dieses Angebot jedoch abgelehnt und deutlich gemacht haben, dass Quansah nicht zum Verkauf steht.
Für Leverkusen ist diese Haltung nachvollziehbar. Nach dem Abgang beziehungsweise Verkauf mehrerer wichtiger Spieler wäre ein weiterer Leistungsträger in der Defensive ein erheblicher Verlust. In der aktuellen Transferperiode hat Bayer bereits zahlreiche Veränderungen vorgenommen. Unter anderem kamen Miguel Gutiérrez, Facundo Medina und Afonso Moreira neu zur Werkself. Gleichzeitig verließen unter anderem Piero Hincapié und Alejandro Grimaldo den Klub.
Noch interessanter ist die Situation um Ernest Poku. Der 22-jährige Offensivspieler soll das Interesse der AC Florenz geweckt haben. Berichten zufolge bereitet der italienische Klub sogar ein Angebot von rund 30 Millionen Euro vor. Poku kam 2025 nach Leverkusen und konnte in seiner ersten Bundesliga-Saison mit fünf Toren und fünf Vorlagen auf sich aufmerksam machen. Seine enorme Geschwindigkeit und seine Fähigkeit, auf beiden Seiten gefährlich zu werden, machen ihn für interessierte Vereine besonders attraktiv.
Damit könnte Leverkusen theoretisch vor einem doppelten Problem stehen: Ein hoher Millionenbetrag wäre finanziell verlockend, gleichzeitig würde der Verlust von zwei wichtigen Spielern die sportliche Planung von Trainer Carles Martínez erheblich erschweren. Gerade nach einer schwierigen vergangenen Saison soll Stabilität entstehen. Martínez steht vor der Aufgabe, aus einem teilweise neu zusammengestellten Kader eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen.
Allerdings deutet vieles darauf hin, dass Bayer nicht bereit ist, jeden Preis zu akzeptieren. Das Beispiel Quansah zeigt deutlich, dass die Verantwortlichen trotz lukrativer Angebote sportliche Interessen über kurzfristige Einnahmen stellen können. Beim 23-jährigen Verteidiger wurde eine Offerte von bis zu 65 Millionen Euro offenbar zurückgewiesen.
Die letzten Tage des Transferfensters könnten deshalb entscheidend werden. In den europäischen Topligen läuft die Sommer-Transferperiode noch bis zum 1. September. Sollte für Poku oder einen anderen Leistungsträger tatsächlich ein außergewöhnliches Angebot eingehen, müsste Leverkusen schnell entscheiden.
Für die Fans der Werkself bleibt damit vor allem eine Frage offen: Bleibt die Mannschaft in ihrer aktuellen Form zusammen – oder sorgt der Transfer-Endspurt doch noch für einen großen Umbruch? Sicher ist nur: Die kommenden Tage versprechen rund um die BayArena reichlich Spannung.
