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„ER HAT ALLES RUINIERT!“ – Mit diesen Worten hätte Jonathan Tah nach der bitteren 0:1-Niederlage Deutschlands gegen Griechenland für einen gewaltigen Aufschrei sorgen können. In diesem fiktiven Szenario richtet sich der Ärger des erfahrenen Innenverteidigers gegen seinen eigenen Mitspieler, dem Tah mehrere Situationen in der Defensive anlastet.
Deutschland musste sich am 27. September in Augsburg Griechenland mit 0:1 geschlagen geben. Dimitrios Kourbelis erzielte in der 74. Minute den entscheidenden Treffer. Für Jürgen Klopp war es die erste Niederlage als Bundestrainer und gleichzeitig sein erstes Heimspiel in dieser neuen Funktion.
In der erfundenen Geschichte soll Tah nach dem Schlusspfiff besonders enttäuscht gewesen sein. Der Abwehrspieler habe den Eindruck gehabt, dass einige klare Anweisungen während der Partie nicht umgesetzt wurden. Besonders die Abstimmung innerhalb der Defensive habe ihn demnach beschäftigt.
„Ich habe mein Bestes gegeben, aber irgendwann kannst du die Fehler eines anderen nicht mehr ausbügeln“, könnte Tah in diesem fiktiven Szenario gesagt haben. Eine solche Aussage ist allerdings nicht als tatsächliches Zitat belegt.
Besonders brisant wäre die angebliche Forderung an Klopp, personelle Konsequenzen zu ziehen. Der neue Bundestrainer steht ohnehin vor der Aufgabe, seine Mannschaft nach dem misslungenen Heimauftakt weiterzuentwickeln. Klopp selbst erklärte nach der Partie, dass die vielen Veränderungen in der Startelf seine Entscheidung gewesen seien und Deutschland defensiv nicht so dominant verteidigt habe, wie es möglich gewesen wäre.
Tatsächlich begann Deutschland gegen Griechenland mit fünf Veränderungen gegenüber dem 1:1 in den Niederlanden. Nico Schlotterbeck wurde geschont, sodass Yann Aurel Bisseck gemeinsam mit Tah in der Innenverteidigung auflief. Nathaniel Brown startete erneut links, während Josha Vagnoman rechts begann.
Die Niederlage dürfte Klopp wichtige Erkenntnisse geliefert haben. Deutschland hatte laut Bundesliga-Bericht 16 Torschüsse, konnte daraus jedoch keinen Treffer erzielen. Griechenland verteidigte kompakt und nutzte seine Chance im zweiten Durchgang.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wird Klopp trotz der Niederlage an seiner bisherigen personellen Planung festhalten oder beim nächsten Spiel Veränderungen vornehmen?