– Bei Bauarbeiten für eine neue U-Bahn-Verbindung im Zentrum Münchens haben Arbeiter überraschend ein weit verzweigtes Tunnelsystem entdeckt, das nach ersten Einschätzungen aus dem späten 18. Jahrhundert stammen könnte. Die Entdeckung sorgt nicht nur bei Historikern, sondern auch bei der Stadtverwaltung und zahlreichen Bürgern für großes Interesse.
Der Fund wurde am frühen Montagmorgen gemacht, als eine Bohrmaschine in der Nähe des Karlsplatzes plötzlich in einen Hohlraum einbrach. Spezialisten der Feuerwehr und Archäologen wurden sofort hinzugezogen. Wenige Stunden später bestätigten Experten, dass sich unter den Straßen der Innenstadt mehrere gemauerte Gänge befinden, die offenbar über Jahrzehnte vollständig vergessen worden waren.
„Die Anlage ist erstaunlich gut erhalten“, erklärte die Archäologin Dr. Miriam Keller von der Ludwig-Maximilians-Universität München. „Wir haben Hinweise darauf gefunden, dass die Tunnel ursprünglich sowohl militärischen als auch wirtschaftlichen Zwecken dienten. Einige Abschnitte könnten als geheime Lagerräume oder Fluchtwege genutzt worden sein.“
Besonders faszinierend sei ein großer Raum im Zentrum der Anlage, in dem alte Holzkisten, rostige Werkzeuge und mehrere versiegelte Glasflaschen gefunden wurden. Der Inhalt der Flaschen werde derzeit untersucht. Erste Gerüchte über mögliche historische Dokumente oder sogar verlorene Kunstwerke verbreiteten sich bereits am Nachmittag in sozialen Netzwerken.
Die Stadt München reagierte schnell auf die Entdeckung. Oberbürgermeisterin Claudia Reiter kündigte an, die Bauarbeiten vorerst zu stoppen. „Die Sicherheit hat oberste Priorität. Gleichzeitig wollen wir dieses außergewöhnliche Stück Geschichte sorgfältig untersuchen und erhalten“, sagte sie bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz.
Auch der Tourismusverband sieht großes Potenzial. Schon jetzt diskutieren Verantwortliche über mögliche Führungen oder ein unterirdisches Museum. „So etwas kennt man eher aus Rom oder Paris“, meinte Tourismussprecher Felix Brandner. „Dass München ebenfalls verborgene historische Strukturen besitzt, könnte internationales Interesse wecken.“
Anwohner reagierten mit einer Mischung aus Begeisterung und Sorge. Während einige die Entdeckung als „historische Sensation“ bezeichneten, befürchten andere langfristige Verkehrsprobleme und Verzögerungen beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.
Die Untersuchungen sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Experten hoffen, weitere Hinweise auf die Herkunft und Nutzung der Tunnel zu finden. Fest steht bereits jetzt: Der überraschende Fund hat München für einen Moment in das Zentrum archäologischer Aufmerksamkeit Europas gerückt.
